Willkommen im perfekt geplanten Pflegearbeitsraum!

Sobald bettlägerige Patienten gepflegt und betreut werden, braucht es ihn: den Pflegearbeitsraum, in dem Pflegegeschirre, Utensilien und Instrumente nach dem Gebrauch versorgt und zur Wiederverwendung hygienisch aufbereitet werden.

Doch nur wenn dieser im Vorfeld detailliert und durchdacht geplant ist, kann er einen wichtigen Beitrag zur Infektionsprävention leisten und sich effizient in die Arbeitsabläufe des Pflegepersonals eingliedern.

Mit über 90 Jahren Erfahrung im Bereich der Medizinprodukte kennen wir die kritischen Stellen im Pflegearbeitsraum, wissen, wie Prozesse dort idealerweise ablaufen sollten – und können bereits in der Planungsphase die Weichen für mehr Hygiene und Arbeitsschutz stellen.

Die Basis: Trennung in Rein und Unrein

Eine Grundlage der Planung ist die Trennung in einen Rein- und einen Unreinbereich. Ist kein separater Reinraum vorhanden, sollte eine Reinseite im Pflegearbeitsraum eingeplant werden.

Die Unreinseite:

  1. Hier fallen benutzte und kontaminierter Pflegegeschirre, Utensilien und Instrumente an.
  2. Die gesamte Ausrüstung, die für die Entsorgung oder Versorgung bzw. Aufbereitung benötigt wird (Desinfektionsgeräte, Ausguss etc.), befindet sich auf dieser Seite.
  3. Die Transportwege müssen kurz, die Technik gut und schnell erreichbar sein, d.h. in Eingangsnähe.
  4. Die Arbeit in diesem Bereich findet nur mit Einweg-Schutzhandschuhen statt.

Zielsetzung der Planung:
Das Personal schützen – der Kontakt zu den gebrauchten und kontaminierten Utensilien muss so gering wie möglich gehalten werden!

Die Reinseite:

  1. Diese Seite ist nur gereinigten und desinfizierten Pflegegeschirren und Utensilien vorbehalten.
  2. Hier befinden sich vor allem Regale und Schränke zur hygienischen Lagerung.
  3. Eine Überschneidung oder Kreuzung mit der Unreinseite gilt es zu vermeiden.
  4. Möglichkeiten zum Händewaschen und -desinfizieren sowie zum Wechseln der Schutzhandschuhe müssen vorhanden sein – entweder in der Nähe des Steckbeckenspülers oder in der Nähe des Ausgangs.

Zielsetzung der Planung:
Rekontaminationen verhindern – damit die bereits gereinigten und desinfizierten Utensilien auch hygienisch sicher wieder zum Einsatz kommen.

Weitere Grundlagen:

  • Bei der Auswahl des Raumes sollte darauf geachtet werden, dass er ein Fenster zur direkten Lüftung besitzt.
  • Fußböden müssen rutschfest und möglichst fugenlos sein.
  • Der gesamte Raum inklusive sämtlicher Oberflächen sollte leicht zu reinigen und zu desinfizieren sein.
  • Kleine Zwischenräume und Spalten sind zu vermeiden, da der Zugang zur Reinigung nicht gegeben ist.

Die Ausstattung: Komponenten in einem idealen Pflegearbeitsraum

MEIKO Reinigungs- und Desinfektionsgeräte alleine machen noch keinen funktionellen Pflegearbeitsraum aus. Es braucht auch ausreichend Arbeitsflächen, Stauräume, Ausgüsse und Abfallbehälter, damit Prozesse optimal ablaufen können. Auch hier bieten wir ein umfangreiches Einrichtungsprogramm – gefertigt in der bewährten MEIKO Qualität.

Das bedeutet:

  • Wir verwenden bevorzugt Edelstahl – aus Hygienegründen, da Edelstahloberflächen bakteriostatisch wirken und leicht zu reinigen bzw. zu desinfizieren sind.
  • Wir berücksichtigen ergonomische Gesichtspunkte und sorgen mit Unterbauten, verstellbaren Füßen, Standgeräten etc. für ideale Arbeits- und Einschubhöhen.
  • Wir verbinden die einzelnen Komponenten so, dass keine Hygienelücken und Schmutzecken entstehen. Nahtlose Wandanschlüsse, Stehborde (Aufkantungen an der Tischplatte zur Wand hin) mit Hygieneradien und geschlossene Oberflächen gehören zu unseren Markenzeichen.

Wie so eine Planung des Pflegearbeitsraums im Idealfall aussehen kann und welche baulichen Anforderungen erfüllt werden sollten, sehen Sie im folgenden schematischen Planungsbeispiel.

Steckbeckenspüler mit thermischer Desinfektion der TOPIC oder TopLine Reihe

Übernimmt die Entleerung, Reinigung, Desinfektion und Trocknung der gefüllten und kontaminierten Pflegegeschirre – auf Knopfdruck, in einem geschlossenen dampfdichten System, mit einem einstellbaren A0-Wert (60 bis 3000) und kurzen Prozesszeiten.

Planung:

  • In der Nähe der Eingangstür für kurze Transportwege
  • Als Standmodell mit ergonomischer Einschubhöhe

Optionen:

  • Erhältlich auch als Wandmontage für eine leichte Bodenreinigung, als Untertischmodell zur Vergrößerung der Arbeitsfläche oder als Einbaugerät in der Nasszelle für minimale Transportwege
  • Erhältlich mit Automatiktür für kontaktloses Öffnen und Schließen per Handsensor oder Fußtaster
  • Erhältlich mit Dosiergerät für Reiniger für besonders verschmutzte Pflegegeschirre

Multi-Washer Desinfektionsgerät TopClean 60

Für zahlreiche Gegenstände, die auf der Station anfallen und gereinigt sowie desinfiziert werden müssen – wie Pflegehilfsmittel (Nierenschalen, Waschschüsseln etc.), Blumenvasen, Tabletts und Kinderspielzeug.

Auch bestens geeignet zur Vorreinigung und Desinfektion von Instrumenten, die auf der Station verwendet werden und anschließend in sauberem Zustand zur Zentralsterilisation transportiert werden müssen.

Planung:

  • Als Untertischmodell unter einer Arbeitsplatte für zusätzliche Arbeitsfläche
  • In der Nähe des Einweichbeckens

Optionen:

  • Erhältlich auch mit chemo-thermischer Desinfektion z. B. für thermolabile Utensilien wie OP-Schuhe
  • Erhältlich auch als Turm mit Unterschrank zur Unterbringung der Behälter für Reiniger und chemische Desinfektionsmittel

Hygiene-Ausguss

Für die Entsorgung von Schmutzwasser

Planung:

  • Mit Blenden für einen zuverlässigen Spritzschutz
  • Mit Armatur (als Zapfstelle für Wasser z. B. zur Befüllung von Putzeimern)
  • Mit abschließbarem Unterschrank (für Chemie-Kanister o. ä.)

Optionen:

Erhältlich auch mit spiralförmiger Ausgussspülung, die durch zwei selbstreinigende und einfach austauschbare Wasserdüsen erzeugt wird

Einweichbecken

Bei hartnäckigen Verschmutzungen

Planung:

  • In der Nähe des TopClean 60
  • Mit Unterschrank (als Stauraum)

Abfallbehälter

Für Kleinabfall z. B. gebrauchte und kontaminierte Schutzhandschuhe

Handwaschbecken

Für die Handhygiene nach dem Kontakt mit gebrauchten und kontaminierten Utensilien

Planung:

  • In der Nähe der Tür (für die Nutzung beim Verlassen des Raumes)
  • Alternativ auch in der Nähe des Steckbeckenspülers
  • Leicht zugänglich
  • Mit Spender für Desinfektionsmittel, Seife, Schutzhandschuhe, Einweg-Papiertücher
  • Mit Mischbatterie, die mit dem Arm oder Ellenbogen betätigt wird, oder kontaktlos per Sensor
  • Mit Papierkorb in der Nähe oder verbaut im Unterschrank für Einweg-Papierhandtücher

Wissenswertes: Handhygiene
Gereinigte und desinfizierte Utensilien dürfen nie mit unsauberen Händen in Kontakt kommen! Das würde nämlich bedeutet, dass sie kontaminiert werden und das Risiko für die Verbreitung einer Infektion steigt. Daher müssen Hände immer desinfiziert werden, bevor gereinigte und desinfizierte Utensilien berührt werden.

Trockenregale

Für die hygienische Lagerung der gereinigten und desinfizierten Pflegegeschirre bis zur Wiederverwendung

Planung:

  • Praktischerweise in der Nähe des Steckbeckenspülers

Unterschränke mit Gitterkorb (Option)

Für die Entsorgung von z. B. gebrauchten Papierhandtüchern

Ober-, Unter- und Schubladenschränke

Als Lagerraum für Stationszubehör und -vorrat

Infektionsprävention durch Isolierzimmer

In einem gut geplanten Pflegearbeitsraum werden sämtliche Pflegegeschirre, Instrumente und Utensilien, die im Patientenzimmer anfallen, sicher und weitestgehend automatisiert aufbereitet. Lediglich der Transport über den Flur muss noch per Hand ausgeführt werden und kann Kontaminationsrisiken bergen.

Doch selbst diese können wir bei Pflegegeschirren reduzieren: mit Installationsmöglichkeiten des Steckbeckenspülers direkt in den Patientenzimmern über den Toiletten (TopLine 30 WC). Der Transport über die Flure und damit mögliche Risiken der Kontamination entfallen. Vielmehr kann das Pflegepersonal die Pflegegeschirre unmittelbar nach dem Gebrauch direkt in der Nasszelle des Patientenzimmers aufbereiten.

Eine der wichtigsten und effizientesten Möglichkeiten, um Ausbrüche oder die Ausbreitung einer Infektion zu vermeiden – und somit bevorzugt in Isolationsräumen oder Isolationsstationen installiert, wo  besonders darauf zu achten ist, dass gefüllte und eventuell kontaminierte Pflegegeschirre den Isolationsbereich nicht verlassen.

Wissenswertes: Arbeitsabläufe beim Management von Pflegegeschirren

Wie Sie sehen, ist ein optimal geplanter Pflegearbeitsraum der Schlüssel, um die Verbreitung von Infektionen zu verhindern. Optimal geplant bedeutet auch, dass die Arbeitsabläufe auf einer Pflegestation berücksichtigt werden und mit einfließen.

Wie diese Arbeitsabläufe bei einem MEIKO Steckbeckenspüler aussehen? In diesen Videos zeigen wir Ihnen das Schritt für Schritt: Wie sollte man ein Steckbecken nach der Benutzung durch einen Patienten handhaben? Wo liegen mögliche Fehlerquellen?

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Wissenswertes: Clostridioides difficile

Wie die Planung im Falle des hochinfektiösen Krankenhauskeims Clostridioides difficile aussehen sollte, verrät Ihnen unser Whitepaper. Welche Übertragungsquellen gibt es? Was bedeutet das für das Hygienemanagement von Pflegegeschirren? Diesen Fragen – und mehr – werden darin beantwortet.

Jetzt herunterladen:

Wissenswertes: MEIKO Technik

MEIKO Steckbeckenspüler minimieren die Kontaminationsgefahr, die von Pflegegeschirren und deren Inhalt ausgeht, auf ein Minimum. Denn Entleerung, Reinigung, Desinfektion und Trocknung laufen automatisch ab. Hinter verschlossenen Gerätetüren. Für noch mehr Hygiene sorgen diese Merkmale.

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